Mini PC mit TI OMAP
6340-mal angesehen • Hochgeladen: 17.09.2009
Einleitung
Dies ist das bisher größte Projekt, dass ich mir vorgenommen hab. Unzwar eine
ARM Schaltung wie in einem Handy. Viele werden nun denken, dass ich mich hierbei
erstmal etwas übernehme und, dass man die Teile auch nur schwer beschaffen könnte.
Dabei gibt es seit dem BeagleBoard den OMAP3550 auch bei DigiKey, allerdings für
26€. Bei der Schaltung hab ich mich auch etwas am BeagleBoard orientiert, wobei ich
noch eine Akkuladeschaltung hinzugefügt hab und einige Sachen wie den UART rausgenommen
hab.
Die Hardware
Das Herzstück ist ein TI OMAP 3550 mit 423 Bällen im BGA Package. Der OMAP hat
einen 720 MHz ARM Cortex A8 Kern mit einem 520MHz DSP. Neben dem OMAP kam auch ein
TPS65950 als sozusagen alles könner dazu. Der TPS liefert sowohl die nötigen Spannungen
(Core = 1.2V, I/O = 1.8V, MPU Spannung = 1.3V und noch welche für DACs und PLLs) für den
OMAP und die gesammte Schaltung durch DC-DC Wandler, als auch ein Audio Interface für
Interne Laufsprecher, Köpfhörer, Line IN, Mikrofon etc... und ein Batterielade Interface.
Der TPS hat aber noch ein paar Weitere Feinheiten wie eine Systemsteuerung für den OMAP.
Weiteres kann man dann ja im Datenblatt nachschauen.
Desweiteren gibt es in meiner Schaltung ein 4GB FLASH Chip mit 512Mx8 im TSSOP48 Gehäuse.
Auf diesem Speicher lassen sich locker verschiedenste Betriebssysteme installieren und
bieten genug Platz für Musik etc... (Mp3-Player...). Als weiteren Speicher gibt es noch
256MB SDRAM im BGA54 Gehäuse mit 0.8mm Pitch (OMAP hat 0.5mm und TPS 0.4mm), wobei es
von den 54 möglichen Pins nur die Hälfte gibt. Auch das SDRAM sollte so genug Platz für
die meisten Anwendungen bieten (außer vielleicht 3D Spiele, wobei es einen Grafik-
beschleuniger im OMAP gibt).
Die Platine wird dann wohl bei einem Deutschen hersteller gefertigt und wird wohl
mindestens 6 Lagen haben, denn ich versuch die Schaltung möglichst kompakt zu halten
wie bei einem Handy oder so. Deswegen werd ich wohl auch nich um Buried und Blind
Vias rumkommen, also Vias die nur durch eine Lage gehen und auf Pads liegn können.
Ein Display soll es zu guterletzt auch noch geben ich hatte mir da bei GLYN schon
einige rausgesucht von denen ich mal nen paar Samples bestellen werde. Undzwar dachte ich
an ein OLED Display mit 3.4zoll und somit 480x272 Pixeln... natürlich in Farbe und mit
Touchscreen.
Den Schaltplan könnt ihr dann wieter runter als PDF runterziehen.
Den Schaltplan hab ich mit Eagle erstellt, falls jemand die Eagle Version oder die
Libaries haben möchte, kann er mich ja eben kurz anschreiben (timhot@gmx.de)
Die Software
Zu der Software hab ich mir im Prinzip noch nicht so viele Gedanken gemacht, da ich
auf dem OMAP entweder ein Windows CE oder ein Embedded Linux installiern möchte und
dann kann ich ja einfach Applikationen für diese Oberflächen schreiben und sie z.b.
über einen USB-Stick rüberkopierne oder direkt auf dem Gerät programmieren, wobei
mir das Display dann doch vielleicht etwas kein ist.
Der Schaltplan als PDF
Die 256 MBit kommen mir etwas wenig vor. Compilierst du zum Kernel nur das allernötigste reichen die 32 MByte natürlich, aber große Sprünge kannste damit nicht machen.
19:21 19.01.2011
Ja der RAM ist wirklich etwas knapp 512MBit werden dabei eingesetzt. Die Pin könnte man wirklich rausführen, aber ich habe damals versucht das Layout so einfach wie möglich zu halten und hab alles eingespart, was ich nicht brauchte. Gruß Tim
20:21 19.01.2011
Kommentar verfassen
Bilder
Zum Vergrößern Klicken
![]() Schematischer Aufbau mit mehr Zusatzgeräten |

schön wäre es natürlich, wenn die unbenutzten Pins (z.B. Camer-Interface, TV-Out, ...) auf Stiftleisten geführt werden, um diese Schnittstellen ggf. nutzen zu können
14:21 03.01.2011